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Kunden mögen Einkaufsbummel in Göppingen
Die Einkaufsstadt Göppingen ist für Investoren weiter interessant. Nach Müller-Kaufhaus und Roth-Carree soll an der Bleichstraße ein neues Shoppingparadies entstehen: Die Göppingen Arkaden. RÜDIGER GRAMSCH Noch ist alles eine Vision, doch das kann sich schnell ändern. Die „Management für Immobilien AG“ (mfi) aus Essen will zwischen Bleich-, Post-, Mörike- und Geislinger Straße bis zu 150 Millionen Euro in einen zusammenhängenden Einkaufskomplex investieren. Und auf dem Weg zum Baustart sind die Beteiligten einen großen Schritt weitergekommen. Denn das Kaufhof-Gebäude und das benachbarte Frey-Center in der Bleichstraße sollen nun doch gemeinsam entwickelt und vermarktet werden. Darauf haben sich Projektentwickler und Eigentümer verständigt.
Göppingens Oberbürgermeister Guido Till ist überzeugt, dass ein Einkaufzentrum gut für die Innenstadt wäre: „Ein Shop-in-Shop-Center muss nicht einzelhandelsfeindlich sein. Vielmehr ermöglichen internationale Filialisten, dass sich kleinere Spezialgeschäfte ansiedeln. Es kann eine sehr gute Co-Existenz geben.“ Ein solches neues Zentrum, das um ein neues Parkhaus ergänzt werden soll, würde die Attraktivität der Einkaufsstadt Göppingen nur noch erhöhen. Die hat seit Neugestaltung der Innenstadt und der Eröffnung des neuen Müller-Kaufhauses mit dem Modefilalisten H & M ohnehin schon gewonnen und ihre Zugkraft bei den Verbrauchern gesteigert. Die stellen der City nur gute Noten aus. Bei einer Umfrage haben 69 Prozent der Teilnehmer erklärt, ihnen gefalle die Neue Mitte sehr gut oder gut. Die Befragung war Bestandteil einer umfassenden Markt-Media-Studie, die die NWZ in Auftrag gegeben hatte. Die gute Bewertung der Neuen Mitte bleibt nicht ohne Folgen für den Kundenstrom. Drei Viertel aller Befragten kommen seit der Sanierung genauso oft oder öfter in die Innenstadt. 14 Prozent kommen etwas seltener, elf Prozent viel seltener. Nicht verstecken muss sich Göppingen als Einkaufsstadt und kann mit den Nachbarstädten Esslingen und Geislingen gut mithalten. Ihren Spitzenwert erhält die Hohenstaufenstadt bei der Frage nach dem Service in den Geschäften. 89 Prozent der Befragten finden ihn gut. Ähnlich zufrieden (87 Prozent) sind die Verbraucher auch mit der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals in den Geschäften. Die Auswahl in den Geschäften in Göppingen wird mit 85 Prozent für gut befunden. 69 Prozent halten die Preise hier für günstig. Und: 75 Prozent der City-Kunden kommen von auswärts. Die Attraktivität der Innenstadt soll aber noch weiter gesteigert werden. Die Kommunalpolitiker haben sich darauf verständigt, den Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten. Die Visitenkarte der Stadt soll nicht nur ein neues Gesicht erhalten, sondern vor alllem vom Verkehr entlastet werden. Gedacht ist an den Bau eines Parkhauses oder einer Tiefgarage und an eine neue Verkehrsführung. Einher gehen soll mit der Neugestaltung des Platzes auch eine Neubebauung im Umfeld. Die Kreissparkasse Göppingen als direkter Anlieger hat schon einen Architektenentwurf für einen Anbau vorgestellt. Ungeachtet der positiven Bewertung der Verbraucher und der weiteren Bauprojekte für die Göppinger Innenstadt: Auch am Stadtrand hat sich einiges getan. Dazu zählt vor allem die Bebaung des ehemaligen Speiserareals an der östlichen Stadteinfahrt mit Fachmärkten. Weitere Märkte sollen bald auf dem Gelände der ehemaligen Holzhandlung Weber an der Jahnstraße entstehen. www.mfi-online.de www.ksk-gp.de |