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Die Theatergruppe „Traumtänzer“ Gesang, Tanz, Pantomime und schwarzes Theater, mal heiter, bald nachdenklich, jedoch stets voller Phantasie und immer ein Erlebnis für die Sinne - das sind „Die Traumtänzer“. ULRIKE LUTHMER-LECHNER Zu einem Traumtänzer gehört Mut, weil wir ungewöhnliche Dinge machen“, erklärt Rolf Schaal. Der Erfinder, Leiter und Motor der Amateur-Theatergruppe „Die Traumtänzer“, die aus dem „Theater TAG“ entstanden ist, wagte nach ersten Versuchen 1993 das erste abendfüllende Traumtänzer-programm.
Rolf Schaal verlangt vollen Einsatz von seiner Truppe. Derzeit sind es 14 Akteure - Berufstätige und Schüler im Alter von 15 bis 60 Jahren, die singen, tanzen, spielen, den Auf- und Abbau bewältigen und regelmäßig zur Probe kommen. Aus Idealismus und Freude. „Bezahlen können wir nichts, weil unsere Gagen und Eintrittsgelder in die Anschaffung von Technik, Saalmieten, Kostümen und Schminke fließen“, erzählt Rolf Schaal. Er freut sich, dass es noch Menschen gibt, die sich fest mit einer Sache identifizieren und dafür ihre Freizeit opfern. Die Programme der Traumtänzer sind eine außergewöhnliche Zusammenstellung aus verschiedenen theatralen Genres, meist ist dabei auch viel nackte Haut zu sehen, jedoch stets ästhetisch präsentiert. Auf handwerklich hohem Niveau agieren die Amateurschauspieler präzise und wandlungsfähig.K abarettnummern wechseln mit feinsinniger, clownesker Pantomime. Wie Zahnräder greifen beim schwarzen Theater die visuellen Effekte ineinander. Opulente, gesungene und getanzte Bilder verändern sich fast unmerklich in Stimmungen, unterstützt durch ein perfektes Farbenspiel der Scheinwerfer. Das besondere an den Programmen der Traumtänzer ist die Einmaligkeit. Keine nachgespielten Handlungen, sondern alles neu erdacht. Unikate eben. Provokant aber auch herzerfrischend geht es in den Darbietungen um Liebe, Hoffnung, Trennung und die verschiedenen Arten des Glücks. Bunte Träume mit einem Schuss Lebensphilosophie. Der Ehrgeiz von Rolf Schaal lässt es nicht zu, dass Nummern, die die Truppe schon einmal auf der Bühne zeigte, „aufgewärmt" werden. „Je mehr wir machen, umso schwieriger ist es Neues zu erfinden". Die Ideen dazu kommen spontan, danach werden die einzelnen Rollen gemeinsam mit den Akteuren schrittweise entwickelt. „Für mich ist das mit der Phantasie so interessant, dass ich nichts anders machen möchte" sagt der Theatermann aus Leidenschaft. Im vergangenen Jahr feierte die Gruppe mit dem zweistündigen Programm „Seelentaucher" Premiere. „Rund vier Jahre haben wir daran gearbeitet". Die einzelnen Sequenzen zwingen das Publikum zum Nachdenken, zur eigenen Interpretation des Optischen, um mit auf die Reise der Illusionen gehen zu können. Dabei berühren die Sinne die Seele und der Betrachter taucht ein in ein Meer der Gefühle. „Das Publikum kann sich nicht vorstellen, wie zeitaufwändig so ein Programm ist" meint der 66jährige Regisseur. „Nach der Premiere des Seelentauchers fragen die Leute jetzt schon wieder nach etwas Neuem, die Erwartungshaltung ist viel zu hoch, das hat mich zeitweise belastet". Mit ihren Auftritten in nah und fern präsentieren sich die Traumtänzer als kulturelle Botschafter Göppingens. Ob in der Partnerstadt Sonneberg, in Heidenheim, Stuttgart und auch in Isny im Allgäu: „Da wo das Stauferland präsent ist, spielen auch wir gerne" so Rolf Schaal. Traumtänzer Termine 03.-06. Januar 2009 „Seelentaucher" 06.-08. März 2009 „Der Kleine Prinz" oder „Seelentaucher" 16./17. und 30./31 Oktober 2009 „Seelentaucher" Jeweils in der Stadthalle Göppingen. Kartenvorverkauf im i-Punkt Göppingen, Tel. 07161 650-292 www.die-traumtaenzer.de |