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Schachenmayr ist führend bei Handstrickgarnen „Schachenmayr nomotta“ - die Weltmarke der ehemaligen Salacher Kammgarnspinnerei ist noch immer führend auf dem Sektor Handstrickgarne. Gemanagt wird sie vom englischen Konzern Coats. ULRIKE LUTHMER-LECHNER Stricken erfährt eine Renaissance. Galt das Klappern mit den Nadeln lange Zeit als hausbacken, sind es inzwischen die Filmstars und Mannequins, die sich zur Handarbeit bekennen. Stricken ist in am Set und mit Knäuel und Nadeln gehen sie auf Maschenfang, um ihre eigenen Unikate zu schaffen.
Die neue Lust an molliger Wolle ist Ausdrucksmittel, Stressbewältigung und Kommunikationsanreger. In jedem Fall aber nicht langweilig. Kreative Ideen zu schicken Pullovern liefert die Firma Schachenmayr zuhauf in ihren weltweit käuflichen Anleitungsheften, die seit 1926 Appetit auf einzigartige Strickmode machen. „Salach ist ein wichtiger Standort für uns, denn von hier aus unterstützen wir die gesamte Produktentwicklung für Handstrickgarne“, sagt Einkaufsmanager Egon Freundt. Ob lila, weiß oder Brombeere - die Modefarben der Saison bei den Handstrickgarnen in Salach werden auf hohem Niveau und mit viel Know-how gestrickt. „Die Modellideen entwerfen und beschreiben unsere Designer hier vor Ort und auch die gesamte Darstellung in Magazinen, Heften und im Internet wird in Salach kreiert“, sagt die Marketing-Fachfrau Stefanie Frey und lacht: „Wir haben gut zu tun.“ Egon Freundt betont den Vorteil der Lagerkapazität. Im 1987 eröffneten Hochregallager läuft alles wie am Schnürchen. Scheinbar von Geisterhand geführt suchen und finden die Roboter jeden Karton. „Da wir ein vollautomatisches Lagersystem haben, sind wir seit langem das Scourcing-Center für Europa und unterstützen auch die Märkte in Übersee mit Rat und Tat.“ Welche strickende Frau kennt nicht die Sockenwolle Regia? Seit nahezu 60 Jahren ist diese Marke ein Begriff für Qualität. Kaufen kann man sie im Fachhandel, aber auch im firmeneigenen Werksverkauf. „Vor drei Jahren hat der seit Jahrzehnten bestehende Verkaufsraum neue und freundlichere Räume bezogen“, sagt Stefanie Frey. Das Sortiment sei zwar anders und nicht so aktuell wie im Fachgeschäft, trotzdem werde der Werksverkauf von den Strickfans rege genutzt. „Jetzt steht die Hauptsaison für Handarbeiten bevor, wenn die Tage kürzer und die Abende länger werden“, sagt Egon Freundt. Bei Coats ziehen alle an einem Strang und sich „in die Wolle kriegen“ gibt es nicht. Eindeutig basiere der Erfolg darauf, dass ein sehr angenehmes Betriebsklima herrsche. „Trotz Hektik im Alltag pflegen wir eine gute Teamarbeit, sonst könnten wir nicht so kreativ sein“, lobt Freundt die Belegschaft am schwäbischen Standort.
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