Gemessen wird alles

Topometric hat in Europa die Nase vorn
Topometric lässt sich kurz so beschreiben: Die Schwaben sind präzise und zuverlässig. Das Unternehmen im Stauferkreis liegt mit Messtechnik europaweit an der Spitze.
CONSTANTIN FETZER

Sie haben viel investiert: Matthias Krebs und seine Mitgesellschafter Klaus Bleicher und Jörg Empen. Sie haben in Göppingen unlängst rund 3,5 Millionen Euro investiert und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Ihr Unternehmen Topometric ist nach eigenen Angaben das größte Unternehmen für optische Messtechnik in Europa.

Vor allem die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie namhafte Fahrzeughersteller lassen von der Firma Elemente vermessen und begutachten. „Wir sind seit unserer Gründung 2001 ständig gewachsen“, sagt Geschäftsführer Matthias Krebs.
Allein zwei Millionen der jüngsten Investitionssumme flossen in den modernen Neubau in Göppingen. Der Rest wurde in zusätzliche, hochpräzise Messinstrumente investiert. „Wir müssen immer die modernste Technik haben“, sagt Matthias Krebs. Sonst würde sich das Unternehmen auf dem Markt schwerer tun.
Durch ein anspruchsvolleres Auftragsvolumen war der Flächenbedarf in den vergangenen Jahren ständig gestiegen - darum war ein Umzug innerhalb des Stauferkreises unausweichlich. „Wir freuen uns, dass wir auch fünf neue Arbeitsplätze schaffen konnten“, sagt Matthias Krebs.
Die nun 25 Angestellten vermessen einzelne Bauteile, medizinische Geräte, prüfen Oberflächen. Dabei werden kleine, diffizile Gegenstände wie Zahn_implantate ebenso digitalisiert, wie große Trucks oder ein ganzes Flugzeug.
Die Kunden in der Region sind vor allem Automobilzulieferer. „Das liegt eben an der geografischen Lage“, erläutert Krebs. Überhaupt sei der Standort in Göppingen ein sehr guter: „Wir haben eine gute Anbindung zur Autobahn und somit auch zum Flughafen“, sagt der Firmenchef. Ein Grund mehr, in Göppingen zu investieren. „ Wir hatten gute Unterstützung von der Wirtschaftsförderung“, sagt Matthias Krebs. Darum sei es keine Frage gewesen, hier Fuß zu fassen.
Bei der täglichen Arbeit von Topometric kommen meist zwei Systeme zum Einsatz: Die „taktile Messung“, bei der ganz klassisch eine Maschine den Gegenstand abtastet. Die Daten werden dann in einem speziellen Programm auf dem Computer erfasst. Somit können auch kleinste Details dargestellt werden.
Ein anderer Bereich ist die optische Messung. Mit einer speziellen hochauflösenden Kamera werden die Daten erfasst und liegen den Technikern bereits innerhalb kürzester Zeit vor - ohne den jeweiligen Gegenstand selbst berühren zu müssen. Das ist vor allem bei weichen und flexiblen Gegenständen der Fall - Gummidichtungen zum Beispiel.
Das Gebiet der industriellen Messung ist groß, auch im Kreis Göppingen gibt es einige Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben. Und die Aufgaben der Messtechniker - nicht nur bei Topometric - sind facettenreich. Bei Topometric zum Beispiel ist das Spektrum groß, weil viel Fläche und Maschinen vorhanden sind.
Da werden in der einen Ecke kleinste Produkte eines Herstellers aus dem Pharma-Bereich vermessen und geprüft. Andererseits werden auch für die Bundeswehr Materialien vermessen. So wird hier zum Beispiel bei Metalltanks die Verformung durch eine Explosion - die im Labor stattgefunden hat - begutachtet und auf dem PC grafisch festgehalten.
www.topometric.net

 

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