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Zulieferer Eberspächer gehört Teil des TZM
Der Automobilzuliefer
Eberspächer setzt auf das Wissen des Göppinger Transferzentrums Mikroelektronik - und hat einen Teil davon kurzerhand übernommen.
CONSTANTIN FETZER

Die Göppinger Wirtschaftsförderung musste unlängst Platz machen: Der Automobilzulieferer Eberspächer hat einen Teil des Transferzentrums Mikroelektronik (TZM) übernommen und brauchte Platz. „Im Sinne der Wirtschaftsförderung sind wir natürlich gern umgezogen“, sagt Reiner Lohse, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis.

42 Mitarbeiter des TZM hatten zum 1. Juni den Arbeitgeber gewechselt - zum Automobilzulieferer Eberspächer, der jetzt auch in einem Teil des TZM in der Robert-Bosch-Straße in Göppingen sitzt.
Die Professoren Jürgen van der List und Horst Osterwinter hatten 1991 im Umfeld des Hochschulstandorts Göppingen das TZM als Industriedienstleister gegründet, um den Wissenstransfer zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft zu stärken.
Bald kristallisierte sich der nun verkaufte Teilbereich automobiler Kommunikationssysteme heraus, den die Wissenschaftler maßgeblich mit Mercedes-Benz vorantrieben.
Mit dem so genannten FlexRay-Bus, der im Kontext von Fahrerassistenzsystemen und anderen Anwendungen im Kfz-Bereich an Bedeutung gewann, schufen die Ingenieure des TZM für diesen Pkw-internen Kommunikationsstandard Test- und Analysegeräte, die von Entwicklungsingenieuren der Automobilindustrie weltweit genutzt werden. Die ersten Schritte in Richtung „FlexRay" ging das Tochterunternehmen der Steinbeisstiftung 1996 in Kooperation mit der TU Wien. 2000 begann die Entwicklung eigener Standards in einem Konsortium mit Firmen wie Daimler, Bosch oder Philipps. Mit weiteren Kunden wie BMW und Audi startete das TZM drei Jahre später die Serienproduktion und baute seit 2006 Vertrieb und Marketing auf.
Weil in dieser Phase klar war, dass das Stiftungsunternehmen für den nächsten Schritt viel Kapital oder einen Partner brauchte, begannen laut einer Pressemittteilung des TZM Gespräche mit sieben interessierten Firmen. Schließlich einigten sich das TZM und Eberspächer, die in den Bereichen Kfz-Heizung und Abgassysteme bereits weltweit Zulieferer der Automobilhersteller sind, auf eine Übernahme des FlexRay-Bereichs. Damit wechselten von den 135 TZM-Mitarbeitern zum 1. Juni 42 in die Eberspächer Electronics GmbH & Co. KG. Deren Geschäftsführer Dr. Leonhard Vilser versichert, dass die Jobs in Göppingen bleiben und um weitere 20 in den kommenden drei Jahren aufgestockt werden.„Die Hochschule als Leuchtturm für den Strukturwandel funktioniert", kommentierte IHK-Bezirksgeschäftsführer Dr. Peter Saile den Wechsel zu Eberspächer Electronics, der Mieter in dem 2002 errichteten Gebäude bleibt, das Steinbeisstiftung und TZM hälftig finanziert hatten.
www.tzm.de
www.eberspaecher.com

 

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